Schapendoes dunkel mit weißen Pfoten, holländischer Hund
Hundegesundheit 12.10.2021

Arthrose beim Hund - Ursachen, Symptome, Diagnose, Vorbeugung und Behandlung

Thomas by Thomas, Thomas hat das technische Know-wau äh Know-how zu dogbible beigetragen und ist nicht nur von Japan begeistert, sondern bezeichnet auch den Shiba als seinen Lieblingshund, der hoffentlich bald Einzug in seinem Rooftopgarden nehmen darf.

Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund ist die am häufigsten auftretende Ursache für Schmerzen bei der Bewegung. Jeder fünfte ausgewachsene Hund leidet unter den Gelenkproblemen. Nur eine frühe Diagnose und Behandlung der schmerzhaften Erkrankung ermöglicht eurem Hund ein beschwerdefreies Hundeleben. 

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Grundlagen und Ursachen von Arthrose

Eine Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine degenerative Erkrankung. Der Gelenkknorpel ist geschädigt und bildet sich immer mehr zurück. Die Gelenkkapsel ist entzündet und verdickt. Es wird nicht mehr ausreichend Synovia (Gelenkschmiere) produziert. Die an der Bildung des Gelenkes beteiligten Knochen reiben aneinander. Durch Knochenzubildungen wird das Gelenk eures Hundes immer steifer und unbeweglicher.

Doch was löst eine Arthrose beim Hund aus?

  • Alter: mit fortgeschrittenem Alter sind die Gelenke eures Hundes durch den täglichen Gebrauch abgenutzt.

  • Übergewicht: das zu hohe Gewicht belastet die Gelenke und fördert die Zubildung von Knochengewebe.

  • Überbelastung: vor allem bei jungen Hunden, die noch nicht ausgewachsen sind, werden die Gelenke durch zu hohe Beanspruchung geschädigt.

  • angeborene Fehlstellungen der Gelenke: Hüftgelenkdysplasie (HD) oder Ellbogendysplasie (ED) verursachen Fehlstellungen der Gelenke und eine zu starke Abnutzung.

  • Verletzungen: Bandrisse oder Verletzungen des Gelenkes können ohne Behandlung Gelenkschäden verursachen.

  • Arthritis: wird eine akute Gelenkentzündung nicht behandelt, geht diese in die chronische Form (Arthrose) über.

  • Stoffwechselstörung der Knorpelzellen: wird der Gelenkknorpel nicht ausreichend über die Blutgefäße mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, beginnen die Knorpelzellen abzusterben.

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Symptome einer Arthrose und Diagnose von Arthrose

Die Gelenkprobleme verursachen bei ihrem Hund Schmerzen. Er steht nach längerem Liegen schwer auf und bewegt sich steif. Der hinkende Gang bessert sich nach einigen Minuten Bewegung. Durch Kälte und feuchtes Wetter verschlimmern sich die Krankheitssymptome. Ist das Hüftgelenk eures Hundes betroffen, setzt sich dieser nur ungern hin und steht schwankend auf. Während des Liegens wechselt euer Hund häufig die Position. Das verdickte Gelenk wird immer wieder beknabbert, um die Schmerzen zu verringern. Durch die Knochenzubildungen sieht das Gelenk größer aus. Eine verstärkte Wärme im Gelenkbereich tritt aber nur bei einer gleichzeitig vorliegenden Entzündung auf. 

Die Diagnose wird von einem Tierarzt durch eine orthopädische Untersuchung gestellt. Die Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes wird überprüft. Eine Analyse des Gangbildes zeigt, wie weit euer Hund durch die Gelenkprobleme beeinträchtigt ist. Zusätzlich werden Röntgenbilder des betroffenen Gelenkes in verschiedenen Ebenen angefertigt. Auf diesen Bildern sind die Knochenzubildungen und die Veränderungen des Gelenkes deutlich zu erkennen. Besteht der Verdacht auf frei in der Gelenkflüssigkeit schwimmende Knochensplitter, muss auch eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT) durchgeführt werden. Bei einer Arthroskopie kann der Knorpelschaden direkt beurteilt werden. Für diese Untersuchung wird ein Arthroskop (Endoskop) in das Gelenk eingeführt. 

Therapie und Vorsorge für Arthrose

Wird eine Arthrose beim Hund schon früh erkannt und behandelt, bestehen gute Chancen, dass eine konservative Therapie die starke Abnutzung stoppt. In schweren Fällen muss eine Operation durchgeführt werden. Als erste Behandlung bei Arthrose werden Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Damit nicht zu viele Nebenwirkungen auftreten, werden die Antiphlogistika (entzündungshemmende Mittel) möglichst nach sieben Tagen wieder abgesetzt. Kortison-haltige Medikamente werden dem Hund nicht eingegeben, da diese den Gelenkknorpel und die Knochen negativ beeinflussen. Ihr solltet für die Behandlung bei Arthrose auch keine Medikamente für Menschen (Diclofenac, Ibuprofen) anwenden. Diese verursachen bei eurem Hund schwere Nebenwirkungen, wie Magen- oder Darmgeschwüre. Ist euer Hund übergewichtig, erhält er vom Tierarzt Diätfutter, um sein Körpergewicht langsam zu reduzieren. 

Während der Therapie muss eine Ruhephase eingehalten werden. Euer Hund sollte an der Leine geführt werden und nicht frei herumlaufen. Regelmäßige leichte Bewegung und gehen auf einem weichen Untergrund schont die Gelenke und sorgt für einen Aufbau der Muskulatur. Überbelastung durch Sprünge, Richtungswechsel oder Klettern muss vermieden werden. Physiotherapie steigert die Beweglichkeit geschädigter Gelenke und fördert den Muskelaufbau. Ideal für eine gelenkschonende Bewegung von übergewichtigen Hunden ist ein Unterwasserlaufband. 

Bei schweren Arthrosen kann Hyaluronsäure (ein Bestandteil der Synovia) in das Gelenk injiziert werden. Liegt bereits eine starke Gelenkveränderung vor, wird eine Stammzellentherapie durchgeführt. Die dafür benötigten Stammzellen werden direkt aus dem Fettgewebe eures Hundes gewonnen.

Chondoprotektiva, wie Chondroitin, Glukosamin und Grünlippenmuschel können vorbeugend eingesetzt werden, um die Knorpelzellen zu unterstützen. 

Eine Schmerzlinderung wird auch durch Kräuter (Teufelskralle) und Akupunktur erreicht. Bei der Goldakupunktur werden Goldplättchen direkt an Akupunkturpunkte gesetzt. Die Schmerzleitung ist blockiert. 

Auch Homöopathie kann zur Behandlung bei Arthrose eingesetzt werden.

Bannerbild: Shutterstock / diyanski
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